Ein unterschätztes Sicherheitsrisiko in der täglichen IT-Praxis
Stell dir vor, sämtliche Mitarbeiter in deinem Unternehmen nutzen denselben Schlüssel für jeden Raum, jeden Aktenschrank und jeden Serverbereich im Gebäude. Der Auszubildende betritt das IT-Archiv, ein Praktikant öffnet die Personalakte, und jemand, der das Unternehmen bereits vor Monaten verlassen hat, kommt immer noch problemlos hinein. Solche Situationen entstehen immer dann in der IT-Praxis, sobald Zugriffsrechte im Unternehmen nicht strukturiert vergeben, kontrolliert und aktiv gepflegt werden. Die Folgen sind gravierend: Datenverluste, Compliance-Verstöße und im schlimmsten Fall ein Cyberangriff, der seinen Weg über ein längst vergessenes Nutzerkonto in dein Netzwerk findet.
Identity and Access Management, kurz IAM, ist das Konzept, mit dem Unternehmen genau diese Situation systematisch vermeiden. Es handelt sich dabei um ein ganzheitliches Rahmenwerk, das digitale Identitäten und ihre Zugriffsrechte zentral verwaltet, überwacht und automatisiert steuern kann. Für mittelständische Unternehmen in Wiesbaden, Frankfurt und Rüsselsheim, die täglich mit sensiblen Kunden- und Mitarbeiterdaten arbeiten, ist ein durchdachtes IAM-Konzept längst ein unverzichtbares Fundament der IT-Sicherheit geworden. riomar aus Wiesbaden begleitet regionale Unternehmen dabei, dieses Fundament aufzubauen und langfristig professionell zu betreiben.
Gerade die Rhein-Main-Region mit ihrer hohen Dichte an Finanz-, Pharma- und Dienstleistungsunternehmen ist ein äußerst attraktives Ziel für Cyberangreifer, die auf unstrukturierte Zugriffsrechte und verwaiste Konten spezialisiert sind. Aktuelle Studien zeigen, dass ein Großteil moderner Angriffe auf Identitäten abzielt. Das macht das Thema Identity and Access Management für Unternehmen in dieser Region zu einer der dringendsten IT-Sicherheitsprioritäten. Wer hier keine klare Strategie verfolgt, riskiert Datenverluste, empfindliche Bußgelder und dauerhafte Reputationsschäden gleichermaßen.

Was Identity and Access Management im Detail bedeutet und warum es über klassische IT-Sicherheit hinausgeht
IAM steht für die systematische Verwaltung digitaler Identitäten sowie der damit verknüpften Zugriffsrechte innerhalb einer Organisation. Das Ziel ist klar definiert: Jeder Nutzer erhält exakt die Berechtigungen, die er für seine Aufgaben tatsächlich braucht, und keine darüber hinaus. In der Praxis umfasst das die Verwaltung von Benutzerkonten, die gezielte Vergabe und Entziehung von Berechtigungen, die Authentifizierung von Personen beim Systemzugang sowie die laufende Überwachung aller Zugriffe auf geschäftskritische Daten und Anwendungen.1
Viele Unternehmen setzen IAM gedanklich mit klassischer IT-Sicherheit gleich und denken dabei vor allem an Firewalls oder Antivirenprogramme. Doch IAM arbeitet tatsächlich auf einer anderen Ebene: Es klärt grundsätzlich, wer als Person oder System überhaupt Zugang zu bestimmten Ressourcen erhält, unabhängig davon, welche technischen Schutzmaßnahmen das Netzwerk absichern. Gerade weil Mitarbeiter heute von überall auf Unternehmenssysteme zugreifen und klassische Netzwerkgrenzen zunehmend verschwimmen, ist genau dieser Aspekt für die Gesamtsicherheit entscheidend.2
Das Least-Privilege-Prinzip – Jeder bekommt nur das, was er wirklich braucht
Eines der tragenden Prinzipien in jedem IAM-Konzept ist das Least-Privilege-Prinzip, also die Vergabe minimaler Zugriffsrechte. Konkret bedeutet das: Jeder Mitarbeiter erhält ausschließlich die Berechtigungen, die er für seine jeweilige Aufgabe benötigt, und zwar nur für den Zeitraum, in dem er sie tatsächlich braucht. Ein Buchhalter benötigt keinen Zugang zu den Entwicklungsservern, und der Systemadministrator muss keine Gehaltstabellen der Personalabteilung einsehen können. Das klingt auf den ersten Blick selbstverständlich, wird in der Unternehmenspraxis aber erschreckend selten wirklich konsequent umgesetzt.
Dieser Ansatz reduziert die Cyber-Angriffsfläche eines Unternehmens erheblich. Gelingt es einem Angreifer, ein Benutzerkonto zu kompromittieren, bleibt der Schaden auf die Bereiche beschränkt, auf die dieses Konto tatsächlich Zugriff hat. Gleichzeitig schützt das Prinzip aber auch vor internen Fehlern: Ein Mitarbeiter, der versehentlich Daten verändert oder löscht, kann das ausschließlich in dem Bereich tun, für den er wirklich zuständig ist. Für Unternehmen, die NIS2-konform aufgestellt sein wollen oder müssen, ist das Least-Privilege-Prinzip ausdrücklich in den regulatorischen Anforderungen der Richtlinie verankert.3

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Rollenbasierte Zugriffskontrolle – Wer auf welche Bereiche zugreifen darf
Role-Based Access Control, kurz RBAC, ist die praktische Umsetzung des Least-Privilege-Gedankens in der Unternehmens-IT. Anstatt jedem einzelnen Mitarbeiter individuelle Berechtigungen zuzuweisen, werden übergreifende Rollen definiert, die bestimmte Zugriffsrechte bündeln und klar strukturieren. Die Rolle „Vertrieb” erhält Zugang zum CRM-System und der Angebotsdatenbank, die Rolle „Buchhaltung” zur Finanzsoftware und den Rechnungsarchiven. Ändert sich die Funktion eines Mitarbeiters im Unternehmen, wird die Rolle getauscht, ohne dass jede einzelne Berechtigung manuell angepasst werden muss.4
Attribute-Based Access Control, kurz ABAC, ergänzt diesen Ansatz um kontextbezogene Faktoren wie Standort, Tageszeit oder das verwendete Endgerät. So lässt sich der Zugriff auf besonders sensible Daten auf bestimmte Standorte beschränken oder auf klar definierte Zeitfenster begrenzen. Beide Methoden machen die Verwaltung von Zugriffsrechten skalierbar und transparent, was interne Audits und externe Compliance-Prüfungen erheblich vereinfachen kann. In wachsenden Unternehmen mit wechselnden Teams ist das ein entscheidender organisatorischer Vorteil.
Privileged Access Management – Besondere Kontrolle für besondere Rechte
Privileged Access Management, kurz PAM, ist eine Erweiterung des klassischen IAM-Ansatzes, die sich gezielt um Konten mit besonders weitreichenden Berechtigungen kümmert. IT-Administratoren, Datenbankverantwortliche oder externe Dienstleister mit Systemzugang besitzen Rechte, die bei einem Missbrauch erheblichen Schaden anrichten können. PAM-Lösungen stellen sicher, dass privilegierte Zugänge nur zeitlich begrenzt, nur für definierte Aufgaben und nur nach vorheriger Genehmigung gewährt werden. Alle Aktivitäten werden dabei lückenlos protokolliert, was sowohl im Alltag als auch im Sicherheitsvorfall als wertvolle Grundlage dient.5
Identity Lifecycle Management – Von der Einstellung bis zum letzten Arbeitstag
Jede digitale Identität in einem Unternehmen hat einen bestimmten Lebenszyklus: Sie entsteht beim Onboarding, verändert sich mit wechselnden Aufgaben und Abteilungen und endet mit dem Ausscheiden des Mitarbeiters. Identity Lifecycle Management stellt sicher, dass dieser gesamte Zyklus vollständig und möglichst automatisiert abgebildet wird. Neue Mitarbeiter erhalten vom ersten Arbeitstag an genau die Zugänge, die ihre Rolle erfordert, ohne dass die IT-Abteilung jeden einzelnen Schritt manuell koordinieren muss, was in der Praxis häufig zu Verzögerungen oder Lücken in der Berechtigungsstruktur führt.
Besonders heikel ist das Thema Offboarding. Verlässt ein Mitarbeiter das Unternehmen, müssen sämtliche Zugänge zu allen Systemen unverzüglich gesperrt werden. In der Realität werden diese Konten häufig vergessen oder nur teilweise deaktiviert, weil das Offboarding nicht vollständig automatisiert abläuft. Verwaiste Konten gehören zu den häufigsten Einstiegspunkten für Cyberangriffe, da sie oft über Monate aktiv bleiben, ohne dass jemand sie überprüft. Ein strukturiertes IAM-System schließt diese Lücke zuverlässig und dokumentiert den gesamten Prozess revisionssicher für spätere Audits.6

Multi-Faktor-Authentifizierung – Warum ein Passwort allein nicht mehr ausreicht
Ein Passwort allein reicht heute als Schutz für Unternehmenssysteme nicht mehr aus. Zugangsdaten werden über Phishing abgegriffen, in Datenlecks veröffentlicht oder schlicht durch Nachlässigkeit weitergegeben. Eine professionelle Multi-Faktor-Authentifizierung, kurz MFA, fügt dem Anmeldeprozess einen zweiten oder dritten Faktor hinzu: etwa einen Einmalcode aus einer Authenticator-App, einen biometrischen Scan oder einen physischen Hardware-Token. Nur wer alle geforderten Faktoren nachweisen kann, erhält tatsächlich Zugang zu den Systemen des Unternehmens.
MFA gehört heute zum Mindeststandard einer ernsthaften IAM-Strategie und ist in der NIS2-Richtlinie ausdrücklich als geeignete Sicherheitsmaßnahme benannt. Das bedeutet für betroffene Unternehmen in der Rhein-Main-Region, dass MFA zum Pflichtprogramm gehört und bei Prüfungen entsprechend nachgewiesen werden muss. Moderne MFA-Systeme sind dabei deutlich nutzerfreundlicher als noch vor einigen Jahren, denn adaptive Lösungen fordern den zweiten Faktor nur dann an, wenn ein Zugriff tatsächlich ungewöhnlich erscheint, etwa von einem unbekannten Gerät oder aus einer fremden Region.3, 7
Single Sign-On – Einmal anmelden und sicher weiterarbeiten
Single Sign-On, kurz SSO, löst ein Problem, das in vielen Unternehmen täglich für spürbare Reibungsverluste sorgt. Mitarbeiter müssen sich mit zahlreichen unterschiedlichen Zugangsdaten für verschiedene Systeme und Anwendungen anmelden, was wertvolle Arbeitszeit kostet und in der Praxis regelmäßig zu schwachen oder mehrfach wiederverwendeten Passwörtern führt. SSO ermöglicht es, sich einmal zentral zu authentifizieren und anschließend auf alle freigegebenen Dienste zuzugreifen, ohne weitere Anmeldeschritte durchlaufen zu müssen, was den Arbeitsalltag spürbar vereinfacht.
Unternehmen, die häufig eine gewachsene IT-Landschaft aus lokalen Servern und Cloud-Anwendungen betreiben, profitieren von SSO besonders stark. Die IT-Experten von riomar integrieren SSO-Lösungen in bestehende IT-Umgebungen und sorgen dafür, dass Nutzerfreundlichkeit und Sicherheit gleichermaßen steigen. Die zentrale Verwaltung der Anmeldedaten macht es außerdem deutlich einfacher, Zugriffsrechte vollständig zu entziehen, sobald ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt, da alle Zugänge über einen einzigen zentralen Punkt gesteuert werden. Das spart der IT-Abteilung Zeit und schließt eine Lücke, die in der Praxis häufig übersehen wird.

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IAM und NIS2 – Was die Richtlinie von deinem Unternehmen konkret verlangt
Die NIS2-Richtlinie stellt konkrete Anforderungen an das Zugriffsmanagement betroffener Unternehmen und benennt IAM als einen der zentralen Bausteine für die Umsetzung. Artikel 21 schreibt unter anderem Konzepte für die Zugriffskontrolle vor und fordert den Einsatz von MFA sowie das Prinzip der minimalen Rechtevergabe als nachweisbare Maßnahmen. Unternehmen in der Rhein-Main-Region, die in einem der definierten Sektoren tätig sind und die Schwellenwerte bei Mitarbeiterzahl oder Jahresumsatz überschreiten, sind zu diesen Sicherheitsmaßnahmen verpflichtet.
riomar unterstützt Unternehmen aus Wiesbaden, Frankfurt und Rüsselsheim bei der praxisnahen Umsetzung all dieser Anforderungen. Alles beginnt mit einer strukturierten Bestandsaufnahme der aktuellen Zugriffsstruktur, führt über die Einführung eines Berechtigungskonzepts auf Basis von RBAC und reicht bis zur technischen Implementierung von MFA und privilegiertem Zugriffsmanagement. NIS2 verlangt nachweisbare Wirksamkeit im Unternehmensalltag, wobei riomar Unternehmen bei der operativen Umsetzung unterstützt.8, 9
IAM in Cloud- und hybriden IT-Umgebungen – Besondere Herausforderungen für den Mittelstand
Cloud-Dienste wie Microsoft 365, Azure oder Google Workspace haben die Arbeitsweise in Unternehmen grundlegend verändert und gleichzeitig die Verwaltung von Identitäten und Zugriffsrechten erheblich komplexer gemacht. Denn in einer hybriden IT-Umgebung, die lokale Server mit Cloud-Anwendungen verbindet, gibt es deutlich mehr Einstiegspunkte, die überwacht und abgesichert werden müssen. Jede zusätzliche Anwendung, jedes Endgerät und jeder externe Dienstleister erweitert die Angriffsfläche, die Cyberangreifer gezielt nach Schwachstellen durchsuchen.
IAM-Systeme, die für hybride Umgebungen konzipiert sind, verbinden die Identitätsverwaltung über alle Systeme hinweg auf einer zentralen Plattform und ermöglichen so eine konsistente Berechtigungsstruktur. Das funktioniert unabhängig davon, ob ein Mitarbeiter gerade im Büro, im Homeoffice oder über ein mobiles Gerät auf Unternehmensressourcen zugreift.
Beschäftigst du externe Dienstleister?
Besonders relevant ist das Thema IAM auch für Unternehmen, die externe Dienstleister, Subunternehmer oder Cloud-Anbieter in ihre IT-Prozesse einbinden. Externe Identitäten brauchen klar definierte, zeitlich begrenzte Zugänge, die nach Abschluss des Auftrags vollständig deaktiviert werden. Ein strukturiertes IAM-System deckt genau diesen Bereich mit ab und verhindert, dass Dritte dauerhaft Zugang zu internen Systemen behalten, obwohl die Zusammenarbeit längst beendet wurde.

Die häufigsten IAM-Fehler im Mittelstand und ihre Konsequenzen
Zu viele Admin-Rechte gehören zu den verbreitetsten Schwachstellen in mittelständischen Unternehmen. Mitarbeiter erhalten beim Onboarding häufig weitreichendere Berechtigungen, als ihre Aufgabe tatsächlich erfordert, weil eine präzise Analyse fehlt oder die IT-Abteilung schlicht keine Zeit für eine sorgfältige Rechtevergabe hatte. Diese zu weit gefassten Berechtigungen werden in der Folge selten überprüft und noch seltener reduziert, was zu einer schleichenden Berechtigungsinflation führt, die das Sicherheitsniveau im Laufe der Zeit kontinuierlich senkt.
Unvollständige Offboarding-Prozesse als häufiges Problem
Verlässt ein Mitarbeiter das Unternehmen, bleiben seine Konten in verschiedenen Systemen noch lange Zeit aktiv, weil das Offboarding nicht vollständig automatisiert abläuft. Dazu kommt, dass viele Betriebe auf MFA verzichten, obwohl Passwörter allein keinen ausreichenden Schutz mehr bieten können. Und schließlich fehlt in zahlreichen Unternehmen eine dokumentierte Berechtigungsstruktur, die bei einem Audit oder einem Sicherheitsvorfall als belastbare Grundlage dienen könnte.10
Regelmäßige Berechtigungsreviews sind ein wirksames Gegenmittel zu all diesen Problemen: Mindestens einmal jährlich sollte systematisch überprüft werden, welche Konten noch aktiv sind, welche Berechtigungen tatsächlich genutzt werden und ob die vergebenen Rechte noch zur aktuellen Rolle des jeweiligen Mitarbeiters passen. Dieser Prozess lässt sich mit modernen IAM-Systemen weitgehend automatisieren und liefert gleichzeitig eine saubere Dokumentation für interne und externe Prüfungen.
Diese IAM-Probleme kennt fast jedes mittelständische Unternehmen
1. Ex-Mitarbeiter haben noch Zugriff
In vielen Unternehmen bleiben Konten ausgeschiedener Mitarbeiter über Wochen oder Monate aktiv, weil kein automatisierter Offboarding-Prozess existiert. Das ist eines der häufigsten und gleichzeitig am einfachsten zu schließenden Sicherheitsprobleme, das riomar bei der Erstanalyse in Kundenumgebungen regelmäßig vorfindet.
2. Zu viele Admin-Rechte
Weitreichende Administratorrechte landen oft bei Mitarbeitern, die sie für ihre tägliche Arbeit nicht brauchen, weil die initiale Vergabe schnell gehen musste und niemand später nachgebessert hat. Genau diese unkontrollierten Rechte sind es, die Angreifer gezielt ausnutzen, sobald sie ein kompromittiertes Konto in der Hand halten.
3. Keine Übersicht über Berechtigungen
Wer in deinem Unternehmen aktuell auf welche Systeme zugreifen darf, lässt sich in vielen mittelständischen Betrieben nicht auf Anhieb beantworten. riomar schafft in vier Wochen eine vollständige, dokumentierte Berechtigungsstruktur, die Audits standhält und im Ernstfall als sofort nutzbare Grundlage dient.

So unterstützt dich riomar beim Aufbau eines wirksamen Identity and Access Managements
riomar begleitet Unternehmen aus Wiesbaden, Frankfurt und Rüsselsheim beim strukturierten Aufbau eines IAM-Konzepts, das zur jeweiligen IT-Landschaft und Unternehmensgröße wirklich passt:
Schritt 1 – Die Bestandsaufnahme
Welche Systeme sind im Einsatz, wer hat aktuell welche Rechte, und wo bestehen bereits heute kritische Lücken in der Zugriffsstruktur? Auf dieser Grundlage entsteht ein Berechtigungskonzept, das das Least-Privilege-Prinzip konsequent umsetzt und eine klare Rollenhierarchie für alle Unternehmensbereiche definiert.
Schritt 2 – Technische Implementierung
Die technische Implementierung umfasst die Einführung von MFA, die Konfiguration von SSO und die Integration in bestehende Microsoft-365- oder Azure-Umgebungen. Anschließend wird IAM als Managed Service in den laufenden IT-Betrieb überführt, sodass Berechtigungen automatisch angepasst werden, neue Mitarbeiter sofort mit den richtigen Zugängen starten können und ausscheidende Konten zuverlässig gesperrt werden. Als regionaler IT-Partner kann riomar schnell reagieren, wenn sich Anforderungen verändern oder neue Systeme in die IT-Landschaft integriert werden müssen.
Schritt 3 – Regelmäßige Zugriffsreviews und Audits
Die IT-Experten bei riomar prüfen in definierten Abständen, ob die vergebenen Berechtigungen noch zur aktuellen Rolle und Funktion der jeweiligen Mitarbeiter passen. Das sorgt dafür, dass eine Berechtigungsinflation gar nicht erst entstehen kann. Das Sicherheitsniveau bleibt so dauerhaft auf dem gewünschten Stand, auch wenn sich Strukturen im Unternehmen verändern.
Identity and Access Management als dauerhafter Prozess
Eine IAM-Strategie lässt sich nicht einmal einrichten und dann dauerhaft als erledigt betrachten. Digitale Identitäten verändern sich ständig: Mitarbeiter wechseln Abteilungen, neue Anwendungen kommen hinzu, externe Dienstleister erhalten temporäre Zugänge, und Cyberangreifer suchen kontinuierlich nach Schwachstellen in der Zugriffsstruktur. Das bedeutet, dass ein professionelles IAM-Konzept regelmäßig überprüft, gezielt weiterentwickelt und an neue Gegebenheiten angepasst werden sollte, damit es dauerhaft das Sicherheitsniveau hält, welches eine moderne Unternehmens-IT erfordert.
Als regionaler IT-Partner in Wiesbaden bietet riomar die Kombination aus technischer Expertise, regionalem Verständnis und persönlicher Betreuung, die ein nachhaltiges IAM-Konzept langfristig benötigt. Für Unternehmen, die das Thema strukturiert angehen wollen, ist ein kostenloses und unverbindliches Erstgespräch mit unseren IT-Experten der sinnvolle nächste Schritt. Denn wer in ein durchdachtes Identity and Access Management investiert, schützt seine Daten, die Compliance seines Unternehmens und das Vertrauen seiner Kunden gleichermaßen und stellt die eigene Handlungsfähigkeit auch für den Ernstfall sicher.
FAQ
Häufige Fragen zum Thema
Was ist Identity and Access Management und was hat das mit meinem Unternehmen zu tun?
Identity and Access Management ist ein IT-Sicherheitskonzept, das genau regelt, wer in deinem Unternehmen auf welche Daten, Systeme und Anwendungen zugreifen darf, sodass jeder Mitarbeiter, jedes Gerät und jeder externe Dienstleister nur die Rechte bekommt, die er für seine Arbeit tatsächlich braucht.
Ich bin kein IT-Experte. Muss ich das wirklich verstehen?
Du musst die technischen Details nicht kennen, aber du solltest wissen, dass Identity and Access Management keine rein technische Frage ist, sondern eine unternehmerische: Wer hat Zugang zu deinen Kundendaten, deinen Finanzsystemen, deiner Buchhaltung?
Wir sind ein kleines Unternehmen mit zwölf Mitarbeitern. Brauchen wir das überhaupt?
Gerade kleine und mittelständische Unternehmen sind häufiger Ziel von Angriffen, weil die IT-Strukturen dort oft weniger kontrolliert gewachsen sind, und Identity and Access Management muss dabei kein Großprojekt sein, sondern lässt sich auch für kleinere Teams mit überschaubarem Aufwand sinnvoll umsetzen.
Was passiert, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt und ich seinen Zugang nicht sofort sperre?
Identity and Access Management stellt sicher, dass alle Zugänge eines ausgeschiedenen Mitarbeiters automatisch und vollständig gesperrt werden, in allen Systemen gleichzeitig, sodass niemand wochenlang unbemerkt weiter auf Systeme, E-Mail-Konten oder Kundenverzeichnisse zugreifen kann.
Wir nutzen schon ein Passwort-Tool. Ist das nicht dasselbe?
Ein Passwort-Tool verwaltet Zugangsdaten, aber Identity and Access Management geht deutlich weiter, weil es grundsätzlich regelt, wer überhaupt Zugang zu welchem System bekommt, wie dieser Zugang kontrolliert wird, wann er automatisch endet und wie verdächtige Aktivitäten erkannt werden.
Was hat Identity and Access Management mit der NIS2-Richtlinie zu tun?
Die NIS2-Richtlinie schreibt betroffenen Unternehmen ausdrücklich Zugriffskontrollen, das Prinzip der minimalen Rechtevergabe und den Einsatz von Multi-Faktor-Authentifizierung vor, und Identity and Access Management ist damit kein optionales Add-on, sondern ein zentraler Bestandteil der Compliance.
Macht Identity and Access Management die Arbeit für meine Mitarbeiter komplizierter?
Im Gegenteil: Mit einem gut eingerichteten Identity and Access Management melden sich Mitarbeiter einmal an und haben automatisch Zugriff auf alle Systeme, die sie brauchen, während neue Zugänge beim Onboarding automatisch eingerichtet und beim Ausscheiden automatisch gesperrt werden.
Was passiert, wenn jemand mein Passwort stiehlt oder errät?
Identity and Access Management schließt diese Lücke durch Multi-Faktor-Authentifizierung, sodass selbst ein gestohlenes Passwort keinen Zugang verschafft, weil der Angreifer zusätzlich einen zweiten Faktor nachweisen müsste, etwa einen Code aus einer App oder einen biometrischen Scan.
Können wir Identity and Access Management auch für externe Dienstleister oder Subunternehmer nutzen?
Identity and Access Management ermöglicht es, externen Dienstleistern, Subunternehmern oder Cloud-Anbietern zeitlich begrenzte, klar definierte Zugänge zu vergeben, die automatisch enden, sobald der Auftrag abgeschlossen ist, sodass keine dauerhaft offenen Zugänge zurückbleiben.
Was ist der erste Schritt, wenn ich wissen will, wie es bei mir aktuell aussieht?
Der sinnvolle Einstieg ist eine Bestandsaufnahme gemeinsam mit riomar: Welche Systeme nutzt du, wer hat aktuell auf was Zugriff, und wo gibt es Konten, die eigentlich längst gesperrt sein müssten?
